Bedienungsanleitung
So funktioniert nautic.lu
Alles auf dieser Seite ist kostenlos und ohne Konto nutzbar — bis auf zwei Funktionen, bei denen es technisch nicht anders geht. Diese Anleitung geht der Reihe nach durch, was es gibt und wie man es bedient.

Zuerst das Wichtigste: Es kostet nichts
Keine Grundgebühr, keine Provision, keine Premiumstufe, keine Bankdaten. Anzeigen laufen kostenlos, und es gibt keinen bezahlten Platz weiter oben. Wir verkaufen keine Adressdaten und blenden keine Werbung ein. Wenn dich irgendwo auf dieser Seite jemand nach einer Zahlung fragt, ist es nicht nautic.lu — sag uns Bescheid.
Die vier Knöpfe, die immer da sind
Drei sitzen oben neben dem Menü, einer unten rechts. Sie bleiben auf jeder Seite an derselben Stelle — auch auf dem Telefon, wo sie in eine zweite Zeile rutschen.
- Rausfahren? — die Tageseinschätzung. Wind, Böen, Sicht, Regen, Gewitter und Wasserstand als eine Ampel.
- Törn live — zeichnet einen Törn auf und zeigt laufend Kilometer und nächste Schleuse. Braucht ein Konto.
- CORVNI — der Funk-Assistent. Situation eintippen, fertigen Funkspruch ablesen.
- SOS — unten rechts, in Rot: die Notfallseite. Ein Griff, ohne Umweg über das Menü.
Der SOS-Knopf wählt nichts und sendet nichts. Er öffnet nur die Seite, auf der steht, was zu tun ist. Der Notruf geht weiter über 112 und über Funk.
Ein Boot oder einen Liegeplatz finden
Vier Rubriken teilen den Marktplatz auf. Über das Suchfeld auf der Startseite kommst du direkt in die richtige.
- Boote — alles, was verkauft wird, vom Schlauchboot bis zum Verdränger.
- Vermietung — Boote, die tage- oder wochenweise vermietet werden.
- Liegeplätze — Dauerplätze und Gastliegeplätze in Häfen und an Stegen.
- Gesuche — wer etwas sucht statt anzubieten, steht hier.
In jeder Rubrik kannst du nach Ort, Preis, Länge und Baujahr filtern. Die Filter greifen sofort, ohne dass du etwas absenden musst. Die Volltextsuche oben rechts durchsucht zusätzlich die Revierdaten — tippst du „Grevenmacher“ ein, findest du sowohl Anzeigen dort als auch die Schleuse und den Anleger.
Mit dem Herz an einer Anzeige legst du sie in deine Merkliste. Dafür brauchst du ein Konto, weil die Liste sonst nirgends gespeichert werden könnte.
Selbst inserieren
Über „Gratis inserieren“ ist eine Anzeige in zwei Minuten ausgefüllt. Ein Konto brauchst du dafür nicht — es reicht eine E-Mail-Adresse, an die wir den Bearbeitungslink schicken. Wir schauen jede Anzeige einmal durch, deshalb dauert es bis zur Freischaltung in der Regel bis zu einen Tag.
- Art wählen: Boot verkaufen, Boot vermieten, Liegeplatz anbieten oder ein Gesuch aufgeben.
- Titel, Preis und ein paar Eckdaten eintragen. Je nach Art werden andere Felder abgefragt — beim Liegeplatz zum Beispiel der Hafen statt Motorleistung.
- Fotos hochladen. Bilder verkaufen ein Boot besser als jeder Text; mehrere Ansichten sind besser als eine.
- Absenden. Wir schauen einmal drüber, damit hier kein Werbemüll landet. In der Regel ist die Anzeige innerhalb eines Tages online.
Eine Anzeige hat genau eine Art. Wer sein Boot verkaufen und vermieten will, gibt zwei getrennte Anzeigen auf — beide kostenlos.
Den Bearbeitungslink aus der E-Mail solltest du aufheben. Damit änderst oder löschst du die Anzeige später, auch ohne Konto. Verloren gegangen? Schreib uns über das Kontaktformular.
Kommt dir eine Anzeige merkwürdig vor, gibt es unter jeder einen Melden-Knopf. Das landet direkt bei uns.
Kontakt aufnehmen
Unter jeder Anzeige steht ein Formular. Was du dort schreibst, geht als E-Mail an den Anbieter — deine Adresse steht als Absender darin, damit er direkt antworten kann.
- Es gibt keinen Posteingang auf nautic.lu. Die Antwort kommt in dein normales E-Mail-Fach, das Gespräch läuft danach zwischen euch beiden.
- Deine Adresse sehen wir, aber wir geben sie nicht weiter und schreiben dich nicht an. Der Anbieter sieht sie, sobald du das Formular abschickst — anders kann er nicht antworten.
- Telefonnummern zeigen wir nur, wenn der Anbieter das ausdrücklich erlaubt hat.
Kein seriöser Verkäufer verlangt eine Anzahlung, bevor du das Boot gesehen hast. Wer auf Vorkasse drängt oder das Gespräch sofort auf einen anderen Kanal verlegen will, ist es meist nicht wert. Melde solche Anzeigen — der Verweis dazu steht unter jeder.
Dein Bootsprofil — passt das durch?
Trag einmal die Maße deines Bootes ein: Länge, Breite, Tiefgang und Durchfahrtshöhe. Danach rechnet die Seite an jeder Brücke und jeder Schleuse mit und sagt dir, wie viel Platz bleibt.
- Auf jeder Brückenseite steht, wie viel Luft du hast — zuerst gegen den höchsten schiffbaren Wasserstand, und wo ein Pegel nah genug steht, zusätzlich für heute.
- Auf jeder Schleusenseite wird gegen die Kammermaße gerechnet, große Kammer und Sportbootschleuse getrennt. Bei der kleinen zählt auch dein Tiefgang.
- In den Übersichtslisten und auf der Karte steht das Urteil in Kurzform — immer mit der Zahl daneben, nie nur als Wort.
Das Profil bleibt in deinem Browser. Es wird nicht übertragen, nicht gespeichert und nicht ausgewertet. Auf einem anderen Gerät trägst du es neu ein — dafür brauchst du auch kein Konto.
Es bleibt eine Rechnung aus unseren Daten, keine Freigabe. Wo eine Brückenhöhe nur aus einer Fundstelle stammt, steht das dabei. Verbindlich sind die amtlichen Angaben und dein eigener Blick — und wenn du eine Reserve willst, trag sie als Sicherheitszuschlag ein; die Vorgabe ist null, damit niemand mit einer Zahl rechnet, die er nicht gesetzt hat.
Die Revierkarte der Mosel
Der zweite Teil der Seite hat mit dem Marktplatz nichts zu tun: eine vollständige Revierkunde für die Mosel von Apach an der französischen Grenze bis zur Mündung in den Rhein bei Koblenz. Alles unter „Revier“ im Menü.
- Karte — alle erfassten Punkte auf einer Karte. Jeder Punkt lässt sich anklicken und führt zur Detailseite.
- Schleusen & Staustufen — die dreizehn Schleusen mit Kilometer, Fallhöhe, Kammermaßen, Sportbootschleuse, UKW-Kanal und Telefonnummer.
- Häfen, Marinas & Anleger — wo Strom, Wasser, Diesel, Sanitär, Slipanlage und ein Gastliegeplatz zu finden sind.
- Brücken & Durchfahrtshöhen — Kilometrierung und lichte Höhen — bezogen auf den höchsten schiffbaren Wasserstand, mit Quelle je Brücke und, wo ein Pegel nah genug steht, einer tagesaktuellen Höhe.
- Ankern & Liegestellen — was auf der Mosel erlaubt ist und was nicht. Kurz gesagt: Ankern ist untersagt, es gibt ausgewiesene Liegestellen.
- Wasserstände & Hochwasser — die Pegel der Mosel als laufend aktualisierte Tabelle: Stand, Abweichung vom Mittelwasser, Tendenz, dazu Marke I, Marke II und HSW mit den amtlichen Quellen.
- Regeln, Funk & Führerschein — was in Luxemburg, Deutschland und Frankreich gilt.
Zu jedem Punkt steht, woher seine Angaben stammen — bei der Lage sogar mit Quelle, und wo keine vorliegt, steht das ausdrücklich dort. Häfen, die ihr Betreiber selbst eingetragen hat, sind als solche gekennzeichnet. Navigiere nie allein nach dieser Seite — die Karte an Bord und die Beschilderung gehen immer vor.
Was es im Hafen gibt
Auf den Hafen- und Anlegeseiten steht, was vor Ort verfügbar ist: Landstrom, Trinkwasser, Kraftstoff, Entsorgung, Sanitär, Slipanlage, Kran, WLAN, Einkauf, Gastronomie und Gastliegeplätze. In der Hafenübersicht stehen dieselben Angaben als Tabelle, und darüber lässt sich nach einzelnen Merkmalen filtern.
Wichtig: „Keine Angabe" heißt, dass wir es nicht geprüft haben — nicht, dass es das dort nicht gibt. Deshalb blendet der Filter solche Punkte auch nicht aus, sondern setzt sie nach hinten. Im Zweifel lohnt der Anruf.
Die Angaben stammen aus den Daten des jeweiligen Punktes. Manches ergibt sich aus einem eigenen Eintrag am selben Ort — eine Tankstelle am Hafen zählt für den Hafen mit.
Du kennst einen Hafen und siehst eine Lücke? Schreib uns — das ist die schnellste Art, die Seite besser zu machen.
Pegel-Warnung per E-Mail
Du musst die Wasserstände nicht selbst im Blick behalten — die Mosel kann sich bei dir melden. Trag deine E-Mail-Adresse ein und wähl eine Station oder gleich alle:
- Erreicht ein Pegel die Marke I, bekommst du eine Warnung — ab hier gelten Auflagen für die Schifffahrt.
- Bei Marke II oder HSW folgt die nächste Mail: Die Schifffahrt wird eingestellt.
- Fällt der Stand wieder, kommt die Entwarnung. Bestätigt wird per Klick (Double-Opt-In), abgemeldet mit einem Klick in jeder Mail — kostenlos, wie alles hier.
Was sich von selbst aktualisiert
Ein Teil der Revierdaten ist fest und ändert sich in Jahren nicht — Kammermaße, Kilometer, Funkkanäle. Ein anderer Teil ändert sich stündlich. Diese Angaben holt die Seite selbst und schreibt dazu, wann sie zuletzt nachgesehen hat.
Wasserstände
Die Pegel der Wasserstraßenverwaltung, alle zwanzig Minuten aktualisiert. Auf jeder Schleusen-, Hafen- und Brückenseite steht der nächstgelegene Pegel in der Randspalte: aktueller Stand, Abweichung vom Mittelwasser, Tendenz der letzten 24 Stunden und eine Einordnung von niedrig bis Schifffahrt eingestellt. Wichtig zu wissen: Pegelstände verschiedener Stationen kann man nicht direkt vergleichen, weil jede ihren eigenen Nullpunkt hat. Deshalb steht überall die Abweichung vom Mittelwasser daneben — die ist vergleichbar.
Sperrungen und Störungen
Die amtlichen Bekanntmachungen für die Schifffahrt kommen als Nachrichten für die Binnenschifffahrt herein und werden nach Mosel-Kilometer sortiert. Betrifft eine Meldung eine Schleuse, steht sie auf deren Seite. Läuft die Meldung ab, verschwindet sie von selbst. Wir kürzen nichts und formulieren nichts um.
Durchfahrtshöhen
Die lichten Höhen der Moselbrücken sind auf den höchsten schiffbaren Wasserstand bezogen — den Stand, ab dem die Schifffahrt eingestellt wird. Das heißt: Solange überhaupt gefahren werden darf, ist mindestens die angegebene Höhe frei. Steht ein Pegel mit dieser Kennzahl dicht genug an der Brücke, rechnen wir zusätzlich eine tagesaktuelle Höhe aus und legen die Rechnung offen. Ist er zu weit weg, sagen wir das und rechnen nicht — bei Hochwasser fällt der Wasserspiegel über die Strecke ab, und die Schätzung ginge in die gefährliche Richtung.
Woher die Angaben stammen
Unter den Daten jeder Detailseite steht eine Zeile „Lage“ mit der Herkunft der Koordinate. Grün heißt: aus einer benannten Quelle. Sonst steht dort, dass die Lage aus der Kilometrierung errechnet und nicht vor Ort geprüft ist. Bei den Durchfahrtshöhen steht daneben, ob zwei unabhängige Quellen übereinstimmen oder nur eine gefunden wurde.
Auch Livedaten sind unverbindlich. Ein Abruf kann ausfallen, eine Meldung kann uns entgehen. Verbindlich sind allein die amtlichen Bekanntmachungen für die Schifffahrt und die Beschilderung vor Ort. Steht neben einem Wert ein Zeitstempel, der älter aussieht als er sollte, glaube dem Zeitstempel.
Ihren Hafen selbst eintragen
Die Häfen auf dieser Seite stammen aus unserem eigenen Datenbestand. Wer nicht darin steht, hatte lange keinen Weg hinein — auch nicht als Betreiber. Das ist jetzt anders: Wer einen Hafen, eine Anlegestelle, eine Slipanlage, eine Bootstankstelle oder eine Entsorgungsstation betreibt, trägt sie selbst ein. Kostenlos, wie alles hier.
- Die Lage wird auf der Karte gesetzt, nicht getippt: eine Nadel dorthin, wo die Anlage liegt, danach lässt sie sich verschieben. Den Mosel-Kilometer rechnen wir aus der Position — den muss niemand kennen.
- Dazu die Angaben, nach denen Gäste suchen: Liegeplätze und Gastliegeplätze, maximale Bootslänge und Tiefgang, Wassertiefe, Strom, Wasser, Diesel, Kran, Slipanlage, Sanitär, WLAN, Saison und die Erreichbarkeit des Hafenbüros. Alles freiwillig — was leer bleibt, erscheint nicht.
- Bis zu sechs Bilder gehören dazu. Ein Foto vom Hafenbecken sagt einem Gast mehr als jede Aufzählung.
- Jeder Eintrag wird vor der Veröffentlichung angesehen, meist innerhalb eines Tages. Danach steht er auf der Karte und in der Hafenliste — gekennzeichnet als Angabe des Betreibers. Diese Unterscheidung ist Absicht: Sie ist die naheliegendste Quelle für einen Hafen, aber keine amtliche.
- Ändern geht jederzeit unter „Mein Konto“ im Reiter „Meine Häfen“. Beschreibung, Angaben und Bilder erscheinen sofort. Nur wenn die Nadel auf der Karte verschoben wird, sehen wir noch einmal nach — nach dieser Koordinate steuert jemand sein Boot.
Funk, Kanäle und der CORVNI-Assistent
Wer eine Schleuse rufen will, braucht drei Dinge: ein Gerät, ein Zeugnis und die richtigen Worte. Die ersten beiden können wir dir nicht geben. Bei den Worten helfen wir.
- Funk & UKW-Kanäle — die Grundlagen: welche Kanäle es gibt und wofür, welcher Kanal an welcher Schleuse gilt, Sendeleistungen, ATIS und Rufzeichen, welches Zeugnis wo gilt — CORVNI in Luxemburg, UBI in Deutschland, gegenseitig anerkannt. Dazu ein Prüfungstrainer mit den Fragen aus dem amtlichen Katalog.
- Funk-Assistent — baut dir den Funkspruch, den du gerade brauchst.
So arbeitet der Assistent
- Du sagst, wo du bist — entweder über die Ortung deines Geräts oder indem du die Schleuse aus einer Liste wählst. Der Assistent kennt den Kanal dazu.
- Du beschreibst kurz die Lage: anmelden, Schleusung erbitten, eine Begegnung absprechen, eine Störung melden.
- Du bekommst den fertigen Spruch, Zeile für Zeile, in der Sprache der gerufenen Station — auf der deutschen Seite deutsch, auf der luxemburgischen und französischen entsprechend. Die Verfahrenswörter bleiben unübersetzt, so wie es die Vorschrift will.
Dein Bootsname, Rufzeichen und Bootstyp lassen sich einmal eintragen; sie bleiben nur in deinem Browser und werden nirgends hochgeladen. Der Assistent arbeitet nach festen Regeln und funktioniert auch ohne Netz, sobald die Seite einmal geladen ist. Nur wenn keine Regel greift, formuliert ein Sprachmodell aus.
Funken ohne gültiges Zeugnis und ohne Zulassung der Anlage ist nicht erlaubt, und der Assistent ändert daran nichts. Er ersetzt auch das Handbuch Binnenschifffahrtsfunk nicht, das auf funkpflichtigen Fahrzeugen an Bord sein muss — dort stehen die Kanäle der Revierzentralen, und die zählen im Notfall.
Rausfahren? — die Tageseinschätzung
Diese Seite beantwortet eine einzige Frage: Lohnt es sich heute? Sie zieht Wind, Böen, Sicht, Niederschlag, Gewitterwarnungen und den Wasserstand zusammen und zeigt eine Ampel.
- Wähle deinen Ort an der Mosel und deinen Bootstyp — offenes Boot, Sportboot bis etwa acht Meter oder Kajütboot. Die Grenzwerte verschieben sich je nach Typ.
- Du siehst die Ampel, die Begründung dazu, die günstigste Zeit des Tages und eine Tabelle mit den nächsten Stunden.
- Die Schwellenwerte stehen offen auf der Seite. Du kannst nachlesen, ab welchem Wind ein Hinweis kommt und ab welchem abgeraten wird.
Ein Sprachmodell formuliert den Text aus und beantwortet Rückfragen — es kann die Ampel aber nicht kippen. Die Bewertung folgt festen Regeln, damit nachvollziehbar bleibt, worauf sie beruht.
Das ist eine Orientierung, keine Freigabe. Die Einschätzung kennt weder dein Boot noch deine Erfahrung noch die Leute an Bord. Wetter im Moseltal ist örtlich sehr verschieden. Die Entscheidung trifft der Schiffsführer.
Unterwegs — den Törn aufzeichnen
Startest du einen Törn, zeigt dir die Seite laufend deinen Mosel-Kilometer, die nächste Schleuse flussauf und flussab, die Entfernung dorthin und den zugehörigen Funkkanal. Dafür brauchst du ein Konto, weil die Aufzeichnung deinem Törn zugeordnet werden muss.
- Vor dem ersten Mal wirst du ausdrücklich um Einwilligung gebeten und legst fest, wie lange Törns gespeichert bleiben — von „nur bis zum Ende der Fahrt“ bis zu einem Jahr. Das lässt sich jederzeit ändern, einzelne Törns kannst du löschen.
- Über den Teilen-Link kann jemand an Land mitverfolgen, wo du bist. Ohne diesen Link sieht das niemand.
- Aufgezeichnet wird nur, solange die Seite offen und der Törn gestartet ist. Nichts läuft im Hintergrund.
Das ist kein Sicherheitssystem. Es sendet keinen Alarm, niemand überwacht es, und ohne Netz oder Akku hört es einfach auf. Im Notfall gilt: 112 wählen und den Notruf über UKW absetzen. Wer allein fährt, sagt jemandem an Land Bescheid, wohin und bis wann.
Der Reiseplaner nach Süden
Der Planer rechnet in zwei Richtungen: nach Süden ans Mittelmeer (rund 1.100 Kilometer, etwa 145 Schleusen) oder nach Norden über Rhein und Kanäle bis Hamburg (rund 1.000 Kilometer, 24 Schleusen). Trag Länge, Breite, Tiefgang und Durchfahrtshöhe deines Bootes ein, und du siehst, ob es überall durchpasst und wie lange du in deinem Tempo unterwegs bist.
- Start und Ziel wählen, Reisegeschwindigkeit und Stunden pro Tag einstellen.
- Du bekommst die Etappen, die Gesamtdauer und die Stellen, an denen dein Boot an eine Grenze stößt.
- Mit einem Konto lässt sich die Planung speichern; als PDF geht sie auch ohne.
Der Planer rechnet Etappen, keine schleusengenaue Route. Für die Mosel stehen die echten Schleusen mit Kilometer und Funkkanal auf der Revierseite; für die französischen Kanäle verweisen wir auf die Karten von VNF.
Der Plan warnt vor dem, was auf der Strecke liegt
Über der Etappenliste zeigt der Kasten „Auf deiner Strecke“ die aktuelle Lage auf dem Moselabschnitt deiner Fahrt — automatisch aus den amtlichen Quellen:
- Sperrungen und Störungen aus den Nachrichten für die Binnenschifffahrt (ELWIS), sofern sie deine Kilometer betreffen.
- Pegel über Marke I oder II sowie Niedrigwasser — mit aktuellem Stand in Zentimetern.
- Ist nichts los, sagt der Kasten das grün und ausdrücklich. Er steckt auch im PDF — mit Stand-Zeitstempel, denn ein Ausdruck altert. Ab der französischen Grenze gilt: Avis à la batellerie der VNF prüfen.
Termine im Kalender
Hafenfeste, Regatten, gemeinsame Ausfahrten, Kurse, Messen, Wein- und Lichterfeste — eingetragen von den Leuten, die hier fahren. Ansehen kann jeder, eintragen wer ein Konto hat.
- Die Übersicht zeigt kommende Termine nach Monat sortiert. Ein Klick öffnet den einzelnen Termin mit Ort, Zeit und Beschreibung.
- Zum Eintragen auf „Termin eintragen“ gehen. Sechzehn Arten stehen zur Wahl, von der Saisoneröffnung bis zum Arbeitsdienst im Hafen. Mehrtägige Veranstaltungen bekommen ein Enddatum, ganztägige brauchen keine Uhrzeit, und das Land wird mit angegeben — es liegt nicht jede Veranstaltung in Luxemburg.
- Bilder und Programm gehören dazu: bis zu sechs Anhänge je Termin, Fotos oder ein PDF. Die Bilder erscheinen auf der Terminseite, das PDF steht darunter zum Herunterladen.
- Jeder Termin wird einmal durchgesehen, bevor er erscheint — die Anhänge ebenfalls. Woran wir das festmachen, steht über dem Eintrageformular: Es zählt, ob jemand hingehen kann, an einem bestimmten Tag und Ort. Bis zur Freigabe findest du den Termin unter „Mein Konto“. In der Regel dauert das bis zu einen Tag.
Forum
Der Teil, den niemand allein füllen kann: Fragen zum Revier, Törnberichte, Erfahrungen mit Schleusen, Häfen und Händlern. Mitlesen kann jeder, schreiben wer ein kostenloses Konto hat.
- Fünf Bereiche: Allgemein, Revier Mosel, Technik, Törns sowie Kaufen und Verkaufen. Ein aussagekräftiger Titel bringt mehr Antworten als „Frage".
- Beiträge erscheinen sofort — ein Gespräch, das erst am nächsten Tag sichtbar wird, ist keines. Dafür können Beiträge nachträglich versteckt werden, wenn sie beleidigen oder werben.
- Themen, die oben angeheftet sind, bleiben an erster Stelle. Geschlossene Themen lassen sich weiter lesen, aber nicht mehr beantworten.
Zwei Seiten für den Ernstfall und für die Übung
- Notfall — was auf der Mosel im Ernstfall zu tun ist: 112, MAYDAY und PAN PAN im Binnenfunk, Schallsignale, eine Checkliste für die Schleuse und was an Bord gehört. Diese Seite lohnt sich einmal in Ruhe an Land.
- Knoten — zehn Knoten mit Schritt-für-Schritt-Anleitung: wofür sie gut sind, wie man sie legt und welcher Fehler jeweils gefährlich wird.
Zur Notfallseite kommst du außerdem jederzeit über den roten SOS-Knopf unten rechts, auf jeder Seite und ohne Umweg über das Menü.
KI-unterstützt Wo künstliche Intelligenz mitarbeitet
An drei Stellen — und alle drei sind so gebaut, dass nachvollziehbar bleibt, was das Modell tut und was nicht.
- Bei der Tageseinschätzung formuliert es den Text aus und beantwortet Rückfragen. Die Ampel selbst folgt festen Schwellenwerten, die offen auf der Seite stehen — das Modell kann sie nicht kippen. Fällt der Dienst aus, bleiben Bewertung und Begründung unverändert.
- Im Reiseplaner schätzt es die Strecke zu einem frei eingetippten Ziel ab. Die gerechneten Etappen von Schengen ans Mittelmeer stammen dagegen aus hinterlegten Werten, nicht aus dem Modell.
- Im Funk-Assistenten formuliert es nur dann aus, wenn keine der hinterlegten Regeln auf deine Lage passt. Kanal, Verfahrenswörter und Aufbau des Spruchs kommen immer aus den Regeln, nie aus dem Modell.
Sonst nirgends. Anzeigen werden nicht von einer KI geschrieben, bewertet oder sortiert. Die Revierdaten stammen aus amtlichen Quellen und redaktioneller Arbeit. Was du eintippst, wird nicht zum Training verwendet.
Wofür ein Konto — und wofür keines
Ohne Konto kannst du: alles ansehen, suchen und filtern, die gesamte Revierkarte nutzen, die Tageseinschätzung abrufen, den Reiseplaner rechnen lassen, Anzeigen aufgeben und sie über den Bearbeitungslink später ändern, den Funk-Assistenten samt Bootsprofil nutzen und alle Livedaten sehen.
Ein Konto brauchst du für: die Merkliste, die Törnaufzeichnung, das Speichern von Reiseplanungen, das Eintragen von Terminen und Forumsbeiträgen sowie das Eintragen und Pflegen eines eigenen Hafens. Es ist kostenlos und verlangt nur E-Mail-Adresse und Passwort.
Unter „Mein Konto“ liegt alles beisammen, was du beigetragen hast: Anzeigen, Termine, Häfen und Forumsbeiträge — jeweils mit dem Stand, ob etwas noch in der Prüfung liegt oder schon sichtbar ist. Von dort legst du auch Neues an. Termine und Häfen lassen sich jederzeit ändern; ein freigegebener Termin bleibt dabei im Kalender stehen. Findet eine Veranstaltung nicht statt, nimmst du sie dort selbst wieder heraus.
Auf dem Telefon: Symbol wie eine App
Eine richtige App für iPhone und Android schreibe ich gerade — in der Freizeit, und das dauert noch eine Weile. Bis dahin lässt sich nautic.lu in zwei Schritten auf den Startbildschirm legen. Danach hat die Seite ein eigenes Symbol, startet ohne Adressleiste und sieht aus wie eine App.
iPhone und iPad (Safari)
- nautic.lu in Safari öffnen. Andere Browser bieten den Schritt nicht an.
- Unten auf das Teilen-Symbol tippen — das Quadrat mit dem Pfeil nach oben.
- In der Liste nach unten wischen und „Zum Home-Bildschirm" wählen.
- Namen bestätigen und auf „Hinzufügen" tippen. Fertig.
Android (Chrome)
- nautic.lu in Chrome öffnen.
- Oben rechts auf die drei Punkte tippen.
- „App installieren" wählen, oder „Zum Startbildschirm hinzufügen", falls der erste Eintrag fehlt.
- Bestätigen. Auf dem Startbildschirm liegt danach das Symbol; ein langer Druck darauf führt direkt zur Revierkarte, zu den Liegeplätzen oder zum Inserieren.
Ohne Netz weiterkommen
Auf der Mosel ist der Empfang streckenweise mies. Was du einmal geöffnet hast, bleibt auf dem Gerät und lässt sich auch ohne Verbindung wieder aufrufen.
- Seiten, die du besucht hast — Schleusen, Brücken, Häfen, Funk, Notfall.
- Die Revierkarte samt Kartengrund, wenn du sie vorher heruntergeladen hast: Der Knopf dafür steht unter der Karte, mit Größenangabe. Am besten im WLAN laden.
- Punkte, Kilometrierung, Kammermaße und Durchfahrtshöhen — alles, was sich nicht stündlich ändert.
Kommt eine Seite aus dem Speicher, steht oben ein gelbes Band mit ihrem Alter. Wasserstände, Sperrungen und Schleusenmeldungen ändern sich stündlich — was du dort offline siehst, kann überholt sein. Ein Notruf braucht übrigens kein Internet: UKW-Kanal 10 und die 112 gehen auch ohne Datenverbindung.
Die heruntergeladene Karte lässt sich jederzeit wieder vom Gerät löschen — der Knopf steht an derselben Stelle.
Das ist kein Ersatz für eine richtige App — es ist dieselbe Seite, nur ohne Browserrahmen. Ohne Netz funktioniert sie nicht, und Benachrichtigungen gibt es keine. Wenn die nativen Apps fertig sind, steht es hier.
Sprachen
Die Seite gibt es auf Deutsch, Französisch und Englisch. Der Umschalter sitzt in der Kopfleiste, auf schmalen Geräten direkt neben dem Menüknopf. Die Adressen sind mit übersetzt — dieselbe Seite heißt je nach Sprache anders, und du landest beim Wechseln immer auf derselben Seite, nicht auf der Startseite.
Dunkle Darstellung
Ganz unten auf jeder Seite steht ein kleiner Schalter. Er stellt die Seite auf dunkle Farben um — angenehmer abends an Bord, wo ein weißer Bildschirm blendet und die Augen erst wieder an die Dunkelheit gewöhnt werden müssen. Auch die Revierkarte wird dann dunkel.
Vorher richtet sich die Seite nach der Einstellung deines Geräts: Schaltet dein Telefon abends auf dunkel, tut die Seite es auch. Erst wenn du den Schalter benutzt, gilt deine Wahl — und zwar nur, solange sie von der Geräteeinstellung abweicht. Stellst du wieder auf das ein, was das Gerät ohnehin macht, folgt die Seite ihm weiter automatisch.
Was wo im Menü steht
Oben stehen die vier Bereiche: Boote, Vermietung, Liegeplätze und die Mosel. Hinter „Mosel" ist nach der Frage geordnet, die du gerade hast:
- Unterwegs — was du auf dem Wasser nachschlägst: Karte, Schleusen, Brücken, Häfen, Ankern, Wasserstände.
- Vor der Fahrt — was du vorher klärst: ob heute ein guter Tag ist, dein Bootsprofil, die Reiseplanung.
- Können & Regeln — was du wissen musst: Revierkunde, Funk und Kanäle, der CORVNI-Assistent, Knoten.
Wenn etwas nicht klappt
Schreib uns über das Kontaktformular. Ein Hinweis auf einen Fehler ist genauso willkommen wie eine Korrektur an den Revierdaten — wenn eine Schleusennummer nicht mehr stimmt oder ein Hafen zugemacht hat, sag Bescheid. Die Seite lebt davon, dass Leute mitlesen, die dort tatsächlich fahren.