Hafen · km 237,50 · linkes Ufer
Yachthafen Schwebsange
Der einzige Sportboothafen an der luxemburgischen Mosel — und damit für jeden, der im Großherzogtum ein Boot im Wasser haben will, praktisch die einzige Adresse. 220 Liegeplätze für Boote bis zwanzig Meter, eigene Bootstankstelle, Überwinterung im Wasser.

Neuer Betreiber seit 2025
Der Hafen gehört der Gemeinde Schengen, wird aber seit 2025 nicht mehr von ihr selbst geführt, sondern von der Schengen Marina — einer Genossenschaft, die nebenbei einen sozialen Auftrag verfolgt: berufliche Eingliederung und Ausbildung unter realen Bedingungen. Wer noch alte Unterlagen der Gemeinde hat, sollte das wissen. Die Telefonnummer ist geblieben, die Mailadresse hat sich geändert. info@schengenmarina.lu

Liegeplätze
Seit der Erweiterung 1999 stehen 220 Liegeplätze zur Verfügung, davon zwölf für Gäste. Die Plätze liegen an Schwimmstegen mit Fingerstegen; Schiffe über fünfzehn Meter machen an der Außenmole fest, die das Becken zur Mosel hin begrenzt. Die Hafeneinfahrt gilt als unproblematisch, der maximale Tiefgang liegt bei zwei Metern.
Alle Stege sind mit Strom und Frischwasser versehen — mit einer Ausnahme: Steg A ist kleinen Booten und Jetskis vorbehalten und hat weder das eine noch das andere. Wer auf Landstrom angewiesen ist, sollte das bei der Platzzuweisung ansprechen.

Tanken und Entsorgen
Die Bootstankstelle im Hafen ist die einzige an der luxemburgischen Mosel. Sie wurde erneuert und erfüllt wieder die vorgeschriebenen Sicherheitsnormen. Geöffnet ist montags bis samstags von 10 bis 17 Uhr, sonntags geschlossen — die Zeiten können je nach Saison abweichen, im Zweifel vorher anrufen.
Seit 2023 lassen sich außerdem Fäkalientanks absaugen. Das geht nur nach Terminabsprache mit dem Hafenbüro und nicht sonntags. An der Luxemburger Mosel ist das bislang die einzige derartige Möglichkeit — wer sie braucht, plant sie besser ein, als darauf zu hoffen.

Warum hier Überwinterung im Wasser geht
Das ist die bauliche Besonderheit von Schwebsange und der Grund, warum der Hafen für Luxemburger Eigner so wertvoll ist: Die Anlage steigt mit dem Hochwasser der Mosel. Boote können deshalb im Wasser überwintern, statt jedes Jahr aus- und wieder eingekrant zu werden. Winterlager muss vor dem 1. Oktober angemeldet werden — außer im Notfall.
Saison und Anmeldung
Das Hafenbüro ist vom 1. April bis 31. Oktober täglich besetzt, jeweils von 10 bis 13 und von 14 bis 18 Uhr. Vom 1. November bis 1. April ist der Hafen für Durchgangsverkehr geschlossen.
Gastlieger melden sich vor dem Festmachen beim Hafenmeister an und bringen Ausweis und Bootspapiere mit. Der Platz wird zugewiesen — man sucht sich also keine freie Box selbst aus.

Slippen an der Luxemburger Mosel
Schwebsange ist eine der wenigen Stellen, an denen an der luxemburgischen Mosel Boote zu Wasser gelassen werden können. Die anderen bekannten Möglichkeiten liegen in Bech-Kleinmacher, Ehnen und Grevenmacher. Die Nutzung der Rampe läuft über das Hafenbüro.

Camping und Gastronomie
Am Hafenbecken liegt ein Campingplatz mit Blick auf die Boote, der derzeit umgebaut wird. Aktuell stehen rund zwanzig bis dreißig Stellplätze für Wohnmobile bereit, mit Strom und Frischwasser; Grauwasser kann entsorgt werden. Wohnwagen und Zelte nur nach vorheriger Absprache unter derselben Mailadresse. Restaurants und Terrassen gibt es in unmittelbarer Nähe.

Ehrlich zur Lage
Schwebsange liegt schön — Weinberge im Rücken, drei Kilometer bis Remich, ein Katzensprung bis zum Dreiländereck bei Schengen. Ruhig ist es allerdings nicht. Die Route du Vin führt direkt am Platz vorbei und wird auch nachts befahren, am gegenüberliegenden deutschen Ufer steht Industrie, und der Flughafen Luxemburg hat hier seine Einflugschneise. Wer einen Liegeplatz sucht, stört sich daran meist wenig. Wer im Zelt schlafen will, sollte es wissen.
Von Schwebsange aus
Der Hafen liegt zwischen zwei Schleusen: flussauf kommt nach knapp fünf Kilometern Schengen und danach die französische Grenze mit der Schleuse Apach, flussab liegt bei km 229,86 die Schleuse Stadtbredimus/Palzem. Für einen Tagestörn nach Remich, Stadtbredimus oder hinauf nach Schengen ist Schwebsange ein guter Ausgangspunkt; bis Trier sind es zwei Schleusen und ein ordentlicher Tag.
Wo sich unsere Quellen widersprechen
Beim Zusammentragen sind uns fünf Abweichungen aufgefallen. Wir nennen jeweils die Angabe des Betreibers zuerst, weil sie am ehesten aktuell sein dürfte:
- Liegeplätze: 220 laut Betreiber, andernorts 225
- Gastliegeplätze: 12 laut Betreiber, laut Portmaps 40
- Landstrom: 16 A laut Betreiberseite, 10 A laut Visit Schengen
- Campingstellplätze: 20 bis 30 je nach Quelle — der Platz wird gerade umgebaut
- Saisonende: 30. oder 31. Oktober
Nicht bestätigen konnten wir, ob ein Kran vorhanden ist. Wenn du darauf angewiesen bist, ruf vorher an. Und wenn du es genauer weißt: Ein Fehler entdeckt? Sag uns Bescheid — wir korrigieren zeitnah.
Liegeplatz in Schwebsange gesucht oder frei?
220 Plätze klingt nach viel, sind es bei einem einzigen Hafen im ganzen Land aber nicht. Wer einen abzugeben hat oder einen sucht, ist hier richtig — und zahlt dafür nichts.
Von hier bis ans Mittelmeer
Schwebsange ist der letzte luxemburgische Hafen vor der französischen Grenze — und die letzte Tankstelle. Wer weiter will: rund 1.266 Kilometer und 144 Schleusen bis Cannes.